In der Produktion »Toro« ist die Inspirationsquelle der Stierkampf.

Die Energie der Corrida, ihre Atmosphäre und die archaischen
Bilder, die sie in uns hervorruft, verdichtet Morespace in Toro
zu einem spannungsvollen Tanzspiel.

Ziel ist, eine eigenständige poetische Bewegungssprache
zu entwickeln, die archaische Themen und Muster ver-
fremdet, neu interpretiert und ihnen eine universelle
Bedeutung gibt.
Obwohl der Ablauf der Choreografie fest ist, bleibt
Raum für Improvisation – wie im Stierkampf, wo sich
eingespielte Bewegungsmuster mit plötzlichen
Ausbrüchen abwechseln.

Die Bühne als Arena. Der Tanz als Ausdruck vitaler und roher Energien, die sich unerwartet entladen.
Spannung und Entspannung. Annäherung und Ausweichen.

Nicht nur die Form eines Stierkampfs, sondern auch seine rituellen Bewegungsmuster, seine Ästhetik fliessen in den Tanz ein. Es geht um
die Ambivalenz von Grausamkeit und Schönheit, Animalität und Eleganz, verführen und verstossen, aber auch um den Gegensatz von Mann und
Frau, maskulinen und femininen Kräften.
Indem vier Protagonisten diesen Parcours von Verführung und Konfron-tation mit ihrem jeweiligen Gegenüber durchlaufen, tauchen sie ein
in das Labyrinth ihrer selbst und begegnen ihrer Animalität und ihrem Begehren.

Konzeption
Michel Casanovas

Choreografie
Michel Casanovas und TänzerInnen

Tanz
Anna Röthlisberger
Helena Zwiauer
Eric Tepal
Michel Casanovas

Choreografische Assistenz
Christine Kono

Dramaturgische Beratung
Klaus Jensen

Vier TänzerInnen zwischen Licht und Schatten.
Ein zweideutiges Tanzspiel in Form von verschiedenen Duetten, die sich mehr und mehr durchkreuzen.

»In den Arenen wirbelt der Wind in Kreisen den Staub auf.
Die Muletas blasen sich auf wie die Röcke der Frauen,
die Toreros krümmen sich.«
Lichtdesign
Brigitte Dubach

Musik
Heini Heitz

Bühne und Kostüm
Michèle Rebetez

Grafik
Matthias Heipel

Produktionsleitung
Thomas Keller